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| Diese Website wurde zuletzt aktualisiert am 15.06.2010 | |||||
Falls Ihr Fragen habt,
bitte eine E-Mail schicken. Ich
beantworte sie so schnell ich kann (kann schon mal 'ne Weile dauern) und so präzise
wie möglich. Aber bitte nicht ärgern wenn ich euch in den meisten Fällen
empfehle umgehend einen reptilienkundigen Tierarzt zu kontaktieren (mein
reptilienkundiger Tierarzt: Dr. med. vet. Tilman Michelberger, Kindsbacher
Straße 9, 66877 Ramstein-Miesenbach, Tel. 06371-70040 - Internet: www.tierarzt-michelberger.de
). Oft ist das nämlich dann auch das Vernünftigste. Von „vagen
Ferndiagnosen“ per E-Mail oder Telefon halte ich absolut nichts und ich werde
mich auch bestimmt nicht darauf einlassen.
Eine gewisse "Erstberatung" für
den Fall von eventuellen Erkrankungen der Grünen Leguanen findet man im
(siehe
unter Fachbeiträge: "Erkrankungen & Verhalten"). Auch hier
gilt zweifellos dass, was ich bereits oben geschrieben habe: In den meisten Fällen
wird empfohlen umgehend einen reptilienkundigen Tierarzt zu kontaktieren !!! Und
genau so sehe ich das auch.
Die Empfehlungen der vielen
Leguan-Fachleute im Forum sind auf alle Fälle auf einem wesentlich aktuelleren
Stand als die hier auf meiner Website angegebenen Infos. Nicht vergessen:
Seit über 3 Jahren pflege ich keine Grünen Leguane mehr
.
Ich gebe ehrlich zu, dass
dies ein Kapitel ist vor dem ich mich gerne gedrückt hätte ....so wie manche
Webmaster von anderen Homepages
.... Über vorkommende Krankheiten bei Reptilien gibt es mittlerweile zahlreiche
gute Bücher und auch recht gute Informationen im
Internet - deswegen möchte ich in meiner Website nicht unbedingt soooo
detailliert darauf eingehen. Aber irgendwann muss man einmal anfangen also
.......zunächst folgende Themen:
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Zu den häufigsten Krankheiten bei Grünen Leguanen fallen mir vor allem alle Arten von Verletzungen ein die sich ein Leguan im Laufe seines Lebens einfangen kann. Viele Verletzungen werden aufgrund einer Unachtsamkeit des Pflegers verursacht (Quetschungen an der Schiebetür des Terrariums, Verbrennungen aufgrund von nicht abgesicherten Strahlern und Heizungen etc.). Andere Verletzungen fügen sich die Tiere bei Streitigkeiten untereinander selbst zu. Solange die Wunde noch nicht infiziert ist (eine infizierte Wunde erkennt man an einer starken Schwellung, Nässen und eventueller Eiterbildung) genügt es meiner Meinung nach gar nichts zu unternehmen - das Heilungsvermögen bei Reptilien ist nämlich sehr beachtlich - um sein Gewissen zu beruhigen kann man natürlich auch eine Wundsalbe verwenden. Aber aufgepasst: Es kommt vor, dass die Salbe die Heilung der Wunde eher noch verzögert also deswegen mein Tipp: Bei nichtinfizierten Wunden am besten gar nichts unternehmen. Wenn man unbedingt eine Wundsalbe verwenden möchte empfehle ich "BETAISODONA Salbe ". Diese Salbe ist geeignet zur Behandlung von nichtinfizierten Hautschäden.
Ein kleines Erlebnis mit meinen Tieren zum Thema Verletzungen:
Mein Iguana-Weibchen hatte neulich mal wieder Streit mit dem anderen Weibchen und hat dabei den Kürzeren gezogen. Die Risswunden waren ziemlich tief - ich war schon in Versuchung zum Tierarzt zu gehen und die Wunden nähen oder klammern zu lassen - doch da keine Infektion erkennbar war habe ich letztendlich nichts unternommen. Siehe da: Jetzt nach ca. 2 Wochen sind diese Risswunden schon fast vollständig geheilt. Wäre ich jetzt zum Tierarzt gefahren dann hätte ich das Tier vermutlich unnötig gestresst und die ganze Sache wäre eventuell wesentlich komplizierter abgelaufen.
Achtung: Dieses kleine Erlebnis aus meiner Praxis soll jetzt auf keinen Fall ein Freibrief für manche Terrarianfreunde sein, um bei Verletzungen am Besten nichts zu unternehmen. Bei schweren Verletzungen, infizierten Wunden, Verbrennungen, Knochenbrüchen, Anzeichen einer Lungenentzündung etc. ist der unverzügliche Gang zum reptilienkundigen Tierarzt unumgänglich. Nur ein "reptilienkundiger" Tierarzt sollte dann entscheiden welche Therapie für das Tier am Besten geeignet ist.
Milben: Worüber man auch viel hört sind Probleme mit Milbenbefall bei Grünen Leguanen. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht warum da etliche Terrarianer Probleme damit haben. Meine Grünen Leguane hatten noch nie Milben - aber O.K. - man weiß ja leider nie was noch alles passieren kann. Behandeln kann man einen Milbenbefall indem man ein Hundeflohhalsband bzw. ein Ungezieferhalsband ( gibt's im Zoofachgeschäft - Wirkstoff: Dimpylat ) für ca. 2 - 3 Wochen ins Terrarium hängt (natürlich so, dass die Leguane nicht dran können). Ob ein Hunde- oder ein Katzenflohhalsband zum Einsatz kommt ist schnurzegal - wie schon oben erwähnt hatte ich bei meinen Grünen Leguanen mit Milben bisher noch nie Probleme. Ich hatte aber früher diverse Schlangenarten gehalten (Python regius, Boa constrictor, Elaphe guttata, Thamnophis sirtalis) und da waren Milben ab und zu schon mal angesagt. Genau da hatte ich eben das Hundeflohhalsband mit dem oben angegebenen Wirkstoff im Einsatz und diese Therapie war immer erfolgreich.
Die Länge des zu verwendenden Hundeflohhalsbands richtet sich nach der Volumengröße des Terrariums - pro m3 Terrarium sollte man ein ca. 4 cm langes Stück Halsband berücksichtigen also z.B. wenn das Terrarium 120 x 60 x 120 cm groß ist (Länge x Breite x Höhe) wären das 0,864 m3, dann müsste man hier ein ca. 4 cm langes Hundeflohhalsband verwenden.
Bitte nicht wundern, wenn die Milben nach einigen Tagen immer noch (anscheinend) munter im Terrarium und auf den Leguanen rumkrabbeln. Milbenbehandlungen können unter Umständen lange dauern. Die Milben legen ihre Eier in die Dekorationsgegenstände des Terrariums und die Larven schlüpfen erst nach einiger Zeit. Daher sollte man dieses Hundeflohhalsband erst nach mindestens 2 - 3 Wochen wieder entfernen (zwischendrin immer wieder einmal durch ein "frisches" Stück Halsband ersetzen).
Achtung: Bitte während dieser Therapie das Verhalten der Grünen Leguane gut beobachten. Bei Vergiftungserscheinungen der Leguane (Krämpfe, Koordinationsstörungen, Apathie, Nahrungsverweigerung) ist die Behandlung sofort abzubrechen und das Terrarium entsprechend zu lüften (Achtung: Keine Zugluft !!!). Die Symptome verschwinden dann nach einigen Tagen von selbst wieder. Ansonsten bitte einen Tierarzt kontaktieren.
Hinweis von Axel Hallfahrt zur Milbenbehandlung mit Hundefloh-/Zeckenhalsband: ............... bei Jungtieren bis ca. 8 Monate größte Vorsicht ...... Todesfälle sind bekannt !!! Floh/Zeckenhalsband unbedingt locker in Gaze (in Röhre von ca. 3 cm Durchmesser - Material: Fliegengaze aus Plastik) einwickeln um Direktkontakt des Halsbands mit der Zunge zu vermeiden. Wenigstens 3 cm rings um das Floh/Zeckenhalsband sollten isoliert sein. GANZ WICHTIG: BEIM BESPRÜHEN das Halsband herausnehmen, denn auch durch das Wasser werden schädliche Stoffe in das umgebende Substrat abgegeben und beim Züngeln aufgeschleckt !!!
Zum Thema "Milbenbekämpfung" gibt es natürlich noch etliche andere Erfahrungsberichte von Iguanapflegern - siehe unter "Tipps & Tricks".
Wurmerkrankungen
(Endoparasitosen):
Um Wurmerkrankungen vorzubeugen sollte man etwa einmal pro Jahr eine
Kotuntersuchung vornehmen lassen (z.B. bei "Exomed - www.exomed.de
- Institut für veterinärmedizinische Betreuung niederer Wirbeltiere und Exoten
GbR, Am Tierpark 64, D-10319 Berlin, Tel. 030-51067701, E-Mail:
exomed@t-online.de).
Man sollte dann das entsprechende Untersuchungsergebnis abwarten und dann von
einem "reptilienkundigen" Tierarzt gegebenenfalls eine Wurmkur durchführen
lassen. Bitte nicht selbst herumexperimentieren ! Leguane aus dem Zoohandel
(aber auch einige Nachzuchttiere) haben sich des öfteren mit solchen
Endoparasiten infiziert. Diese Endoparasiten können sich im Magen-Darmtrakt
aber auch in anderen Organen der Echse so stark vermehren, dass das betroffene
Tier dadurch körperlich sehr stark geschwächt werden kann. Äußere Symptome
sind dann: Apathisches Verhalten, eingefallene Muskelpartien und Augenhöhlen,
Nahrungsverweigerung und in manchen Fällen auch Durchfall bzw. hohe
Ansammlungen von Nematoden im Magen-Darmtrakt können zu Verstopfungen führen.
Ohne Behandlung kann es zu Todesfällen kommen. Man erkennt Endoparasiten im Kot
der Tiere nur selten mit bloßem Auge. Daher möchte ich nochmals auf die
Wichtigkeit der regelmäßigen obengenannten Kotuntersuchung hinweisen. Man
bekommt im Untersuchungsbericht in der Regel mitgeteilt welche Wurmarten (oder
welche Wurmart...) hier ihr Unwesen treiben und mit welchen Medikamenten man sie
wirksam bekämpfen kann (z.B. Panacur -wirksam gegen Nematoden; Molevac -
wirksam speziell gegen Oxyuren). So eine Kotuntersuchung kostet ca. zwischen
16,00 und 21,00 EUR. Da sollte man vorher aber sicherheitshalber nochmals
nachfragen.
Erkältungskrankheiten/Lungenentzündungen/Maulfäule:
Um eines gleich mal klarzustellen ! Grüne Leguane niesen des öfteren am Tag und sind deshalb keinesfalls einer Erkältung zum Opfer gefallen. Hier handelt es sich um ein natürliches Verhalten von Iguana iguana. Mit dem Niesen sondern die Leguane aus den in der Nasenhöhle gelegenen Salzdrüsen Elektrolyte ab (vorwiegend Natrium-, Kalium- und Chlorionen). Diese Salze kann man häufig als weißlichen Belag an der Terrarienscheibe erkennen. Wenn man mit der Zeit Schwierigkeiten hat seine Leguane im Terrarium zu erkennen, wäre es unter Umständen mal wieder nötig die Terrarienscheiben zu reinigen ;-)
Bei zähfließendem schleimigem Ausfluss aus Maul oder (und) Nase, erschwertes Atmen mit geöffnetem Maul eventuell verbunden mit deutlichen Atemgeräuschen und einer Mundschleimhaut die nicht kräftig rot sondern eher blass/grau gefärbt ist, liegt entweder eine schwere Erkältung oder bereits eine Lungenentzündung vor. Dann auf jeden Fall ab zum reptilienkundigen Tierarzt der dann (wenn er es richtig macht) einen Trachealabstrich vornehmen wird und anschließend auf der Basis eines Resistenztests die Therapie mit dem wirksamsten Antibiotikum einleitet. Als die Therapie unterstützende Maßnahme kann man übrigens auch Inhalationen mit ätherischen Ölen anwenden. Auch das Verabreichen von Vitamin C und eines Multivitaminpräparates (z.B. Multimulsin) fördert die Heilung.
Bei meinen Tieren habe ich übrigens "etwas wässrigen Schleim/Speichel" im Maul festgestellt. Das ist meines Erachtens normal. Eines meiner Iguana-Weibchen hat auch des öfteren das Maul geöffnet und die Zunge raushängen (kein "hecheln" !!). Nachdem ich mich anfangs verrückt gemacht habe (eventuell starke Erkältung - vielleicht sogar Lungenentzündung ????) sehe ich es jetzt eher gelassen. Die Schleimhäute im Maul waren immer kräftig rot gefärbt und nie blass/grau. Außerdem konnte ich keine Atemgeräusche feststellen, das Weibchen hat natürlich auch mit offenem Maul geatmet. Also habe ich es beobachtet als es nachts schlief und siehe da, das Maul war geschlossen und die Atmung verlief normal. Zudem hat es die ganze Zeit gefressen wie ein "Scheunendrescher" - von "Nahrungsverweigerung" keine Spur. Dieses kleine Erlebnis soll so manchen von Euch Leguanhaltern etwas ermutigen - es muss nicht immer gleich eine schwere Erkrankung dahinterstecken. Was ??? Warum ich nicht mal zum Tierarzt gegangen bin ??? Ganz einfach - der nächste "reptilienkundige" Tierarzt befindet sich ca. 100 km weit weg. Diesen Stress wollte ich meinem Weibchen nicht antun (und in der kalten Jahreszeit schon gar nicht) - zumal der Verdacht auf Erkältung/Lungenentzündung angesichts des vitalen Gebarens u. Verhaltens nicht aufrecht zu halten war. Sind Sie anderer Meinung?: Gut ! Dann fordere ich Sie zur Diskussion im "IGUANA-Fachforum" auf. Bin gespannt ob was kommt. Würde mich freuen.
Auf jeden Fall muss der Ursache bei einer wirklichen Erkältung/Lungenentzündung auf den Grund gegangen und abgestellt werden. Stimmt eventuell die Temperatur im Terrarium nicht (zu kühle Haltung, Zugluft) ???, wie sieht es mit der Hygiene im Terrarium aus ??? Könnten meine Tiere sonstige Mangelerscheinungen haben (z.B. zu wenig Vitamine) ??? Wurden meine Tiere in letzter Zeit im Terrarium zu sehr gestresst (z.B. durch geänderte Haltungsbedingungen, andere Terrarienmitbewohner, Befall mit Parasiten ...) ????
Maulfäule:
Des öfteren auch in direkter Verbindung mit einer Erkältung/Lungenentzündung
kann man bakterielle Entzündungsherde im Maul von Iguana iguana beobachten.
Voraus geht dem Ganzen eine übermäßige Schleimbildung im Maul- und
Rachenraum. Es könnten allerdings auch Verletzungen im Maulbereich als Ursache
für eine anschließende Maulfäule in Betracht kommen. Da diese Entzündungsherde
für das Tier sehr schmerzhaft sind, verweigern die Leguane zu diesem Zeitpunkt
die Nahrungsaufnahme. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es schließlich zu
einer käsigen Nekrose / Ansammlungen von käsigem Eiter. Spätestens jetzt ist
der dringende Gang zum reptilienkundigen Tierarzt erforderlich. Auch hier ist es
wieder wichtig der Ursache auf den Grund zu gehen - siehe oben. Der Tierarzt
wird dem Tier nach der Durchführung eines Resistenztests ein wirksames
Antibiotikum verordnen. Die käsigen/eitrigen Beläge müssen mehrfach täglich
entfernt und das entzündete Gewebe anschließend mit einem milden Antisepika
(z.B. 3%iges Wasserstoffperoxid) desinfiziert werden - das funktioniert sehr gut
mit Hilfe eines Wattestäbchens, man sollte bei der Behandlung allerdings zu
zweit arbeiten - einer hält das Maul des Leguans geöffnet u. der andere übernimmt
die eigentliche Behandlung.
Achtung - aufpassen: Die Leguane sollten das Wasserstoffperoxid nicht unbedingt trinken !!!
Als Ursache bei meinen Leguanen für diese Erkrankung kam übrigens eine zu kühle Haltung (zwischen 24-25°C) in Frage. Das wurde natürlich gleich abgestellt und die Raumtemperatur auf 27°C erhöht. So etwas kann jedem mal passieren - auch noch so erfahrenen Leguanhaltern. Wichtig ist nur, dass man eine Erkrankung frühzeitig erkennt (durch tägliches Beobachten des Verhaltens seiner Tiere, ab und zu ruhig auch mal in das Maul der Tiere reinschauen). Ich habe jetzt auch festgestellt, das bei einem meiner Weibchen gerade in "Stresssituationen" (z.B. während der Paarungszeit, während der Trächtigkeit etc.) ein solches Krankheitsbild (2-3 eitrige Entzündungsherde im Maul/unter der Zunge), allerdings in abgeschwächter Form, auftaucht (ich vermute eine kurzfristige Immunschwäche). Wenn es sich tatsächlich nur um wenige Entzündungsherde handelt behandle ich das Tier ausschließlich mittels 3%igem Wasserstoffperoxid - wenn man täglich die käsigen/eitrigen Beläge im Maul entfernt und gezielte Multivitamingaben verabreicht, sollte man bereits innerhalb von wenigen Tagen eine deutliche Verbesserung erkennen können. Gerade bei einer Trächtigkeit sollte man sich mit Antibiotika etwas zurückhalten - es sei denn man kann nach ca. 4-5 Tagen keine Verbesserung feststellen bzw. das Krankheitsbild verschlimmert sich. Dann führt kein Weg dran vorbei und man sollte schleunigst zum Tierarzt.
Vorab ein wichtiger Hinweis: Auch bei Weibchen die einzeln gehalten werden ist es möglich, dass sie jedes Jahr in etwa zur gleichen Zeit ein (... dann natürlich unbefruchtetes) Gelege bilden. Um Probleme mit einer möglichen Legenot zu vermeiden, muss man dann rechtzeitig eine Eiablagekiste im Terrarium zur Verfügung stellen !
Hier befindet man sich in einer etwas schwierigen Situation. Das mit der Legenot ist so eine Sache. Deswegen vorab ein paar Fragen: Wie lange (schätzen Sie) ist Ihr Leguan-Weibchen trächtig ? Wann hat sie die Nahrungsaufnahme beendet (vor einer Woche/vor 2 Wochen/noch länger) ? War sie bereits hektisch im Terrarium umhergelaufen und hat an verschiedenen Stellen gegraben ? Hat Sie bereits in der Ablagekiste gegraben ? Wie sieht Ihre Eiablagekiste aus ? So in etwa wie auf meiner Homepage beschrieben oder anders ? Wie hoch ist die Temperatur in der Ablagekiste ? Welches Substrat haben Sie in der Ablagekiste ? Ist das Substrat auch ausreichend feucht ? Waren die Schalen von eventuell verworfenen Eier auffällig weich (sogenannte Wachseier) ?
Um Ihnen einen einigermaßen korrekten Rat geben zu können bitte ich Sie um die Antwort auf meine obigen Fragen. Wenn Sie etwas nicht genau wissen, können Sie eventl. schätzen.
Die Legenot ist im Prinzip erst dann ernst zu nehmen, wenn das Weibchen alle Grabversuche einstellt, sich normal verhält und wieder mit der Nahrungsaufnahme beginnt bzw. dann nach einiger Zeit apathisch auf einem Ast liegt und nicht mehr aktiv ist. Spätestens dann sollte man schnellstens handeln und alles weitere einem reptilienkundigen Tierarzt überlassen. Dieser wird dann zuerst einmal eine Röntgenaufnahme v. Iguana-Weibchen machen um sich einen Überblick zu verschaffen wie viele Eier das Weibchen in etwa noch im Eileiter hat. Sollten Oxytocin-/Calcium-Injektionen (Dosierung: Oxytocin - bis etwa 5 I.E./kg KG intramuskulär; Calcium - ca. 50 mg/kg KG i.m.) nicht zu dem gewünschten Legeerfolg führen, muss sich der Tierarzt für einen operativen Eingriff entscheiden.
Zu Ihrem besseren Verständnis ein kleines Erlebnis wie diese Geschichte mit einem meiner Leguan-Weibchen abläuft: Eines meiner Iguana-Weibchen verwirft bis zu ca. 4-5 Wochen vor der tatsächlichen Eiablage immer wieder sogenannte "Wachseier" (sehr weiche Eier) im Terrarium. Ich habe hier am Tag schon bis zu 5 Eier gefunden die sie, wo immer sie gerade sitzt, einfach fallen lässt. Zu diesem Zeitpunkt hat mein Weibchen aber noch keinen einzigen Grabversuch unternommen. Auch in der Eiablagekiste war sie bis dahin noch kein einziges mal gewesen. Erst ca. 2 Wochen vor der Eiablage sieht man sie dann eifrig und hektisch an verschiedenen Stellen im Terrarium graben bzw. sie ist auch sonst sehr häufig auf dem Terrarienboden anzutreffen. Die Nahrungsaufnahme hat sie bereits lange vor diesem Zeitpunkt eingestellt (die Schwanzwurzel ist zu dieser Zeit bereits stark eingefallen). Erst ca. 1 Woche vor der Eiablage sieht man sie dann erstmals (wenn auch nur für kurze Zeit) in der Eiablagekiste graben. Spätestens jetzt muss man sich vergewissern, dass die Feuchtigkeitswerte (keine Nässe !!!!) und die Temperatur (ca. 30°C) in der Ablagekiste stimmen. Man kann das Weibchen dann immer öfters in der Ablagekiste graben sehen bis sie sich dann, am Tag/Nacht der Eiablage ganz in der Kiste eingegraben hat und mit der Eiablage beginnt. Wenn die Eiablage beendet ist sieht man eine "sehr dürre" Echse die kpl. Ablagekiste zugraben. Erst dann ist der Zeitpunkt gekommen um die Eier aus der Ablagekiste zu holen und in einen Inkubator zu überführen. Bitte verstehen Sie: Diese ganze Schilderung beruht auf reinen Erfahrungswerten die man einem anderen kaum in einer E-Mail oder Homepage vermitteln kann. Hätte ich keine Erfahrungen damit gehabt, wäre ich schon beim ersten "mutmaßlichen Verwerfen" der Eier zum Tierarzt gerannt (... obwohl immer gilt: "Besser einmal zuviel als einmal zu wenig einen reptilienkundigen Tierarzt aufgesucht").
Beim aller ersten mal habe ich auch genau das getan - mein Glück (und meines Iguana-Weibchens Glück) war aber, dass Hr. Dr. Bernd Schildger (damals noch im Zoolog. Garten, Frankfurt am Main) nach einer Röntgenaufnahme und einer Ultraschalluntersuchung gesehen hat, dass sich die Eier in einem noch nicht legereifen Zustand befinden (unzureichende Verkalkung der Schale) und daher noch einige Wochen benötigen. Warum das Weibchen allerdings manche dieser Eier in diesem Stadium im Terrarium verwirft war ihm auch ein Rätsel.
Hätte ich jetzt einen erwischt der sich nicht so gut mit Reptilien auskennt (und davon gibt's immer noch genug), hätte er das arme Tier während eines viel zu frühen Stadiums der Trächtigkeit mit Oxytocin vollgepumpt bzw. gleich operiert. An die Folgen einer solchen "Behandlung" wage ich besser gar nicht zu denken.
Einen interessanten Beitrag zum obigen Thema hat mir Gabi Okner (E-Mail: gabiokner@web.de) am 04.02.2001 zugeschickt - siehe folgende pdf-Datei (zum Öffnen ist der Acrobat-Reader erforderlich):
Hierüber
schreibe ich aufgrund einer Erfahrung mit meinem Iguana-Männchen, die ich erst
neulich gemacht habe. Mir war zunächst aufgefallen, dass mein Männchen kaum
etwas gefressen hat. Das ist allerdings bei Grünen Leguanen nicht gleich ein
Grund zur Panik, da so etwas über das Jahr verteilt immer einmal vorkommen
kann. Ich konnte aber auch ein fast abnormales Trinkbedürfnis beobachten wie
ich es ansonsten nur von Weibchen gegen Ende der Trächtigkeit kenne. Ich habe
dann auch versucht zu erkennen, ob mein Leguan-Männchen noch Kot abgibt, konnte
ein Abkoten (das macht er sonst fast täglich) aber nicht feststellen. Daraufhin
habe ich ihm oral ca. 5 ml Sonnenblumenöl verabreicht. Die gleiche Menge habe
ich ihm mittels einer Einwegspritze direkt in die Kloake verabreicht. Zusätzlich
habe ich meinen Leguan mehrmals in ca. 35°C warmem Wasser gebadet. Er hat im
Wasser zwar Kot abgesetzt, aber nur in kleinen Mengen. Nach ca. 2-3 Tagen konnte
ich schließlich beobachten wie er versucht hat im Terrarium abzukoten aber
irgendein "Pfropfen" hat den Ausgang der Kloake blockiert. Mir ist es
dann nur gelungen, während dem Baden in warmem Wasser, einen Teil dieses
Pfropfens aus der Kloake zu entfernen - dieses undefinierbare "Etwas"
das aussah wie eine Art Pilz habe ich für weitere Untersuchungen in einem
Reagenzglas aufbewahrt. Der größte Teil blockierte den Ausgang immer noch. Da
sich, bedingt durch das starke Pressen, schon Anzeichen eines Kloakenvorfalls
ankündigten, beschloss ich mit meinem Männchen zu einer Tierärztin bei uns in
der Nähe zu fahren. Die Tierärztin hat mich gleich nachdem sie meinen Leguan
gesehen hat informiert, dass sie sich mit Reptilien nicht so gut auskenne (das
sie das gleich zugegeben hatte fand ich OK). Wir haben dann von meinem Leguan
eine Röntgenaufnahme (Aufnahme von oben) gemacht - konnten aber nichts
bedenkliches erkennen. Der Bereich der Kloake war inzwischen entzündet und die
Tierärztin hatte mir, nachdem sie meinem Leguan ein Klistier und eine
Antibiotikaspritze verabreicht hat, daher dringend empfohlen eine Spezialklinik
für Reptilien (in Gießen) aufzusuchen, falls sich der Zustand nicht innerhalb
v. 24 Stunden bessern sollte. Nachdem kaum eine Besserung aufgetreten war bin
ich zusammen mit meinem Iguana nach Gießen gefahren. Dort hatte man nochmals
eine Röntgenaufnahme gemacht - dieses mal allerdings von der Seite (... sehr
wichtig !!!!). Auf dieser Aufnahme war deutlich zu erkennen, dass der
Darmausgang des Leguan-Männchens von irgendetwas Undefinierbarem blockiert war.
Außerdem war zu sehen, dass der kpl. Darmtrakt mit Sand gefüllt war. Nach
Aussagen der Tierärztin der Reptilienklinik Gießen ist es nicht ungewöhnlich,
dass Grüne Leguane (oder andere Reptilien) wenn sie merken das sie
Verstopfungen haben gezielt Sand oder kleine Steine fressen um die Darmtätigkeit
wieder anzuregen. Nur mein Männchen hatte es maßlos damit übertrieben. Der
Sand u. der restliche Teil des "Pfropfens" musste auf jeden Fall
ausgeschieden werden. Das Reagenzglas mit dem "Teil des Pfropfens" den
ich zuhause bereits entfernen konnte habe ich für Untersuchungen dort gelassen.
Ein Pilz oder ein Tumor war es jedenfalls nicht - da konnte mich die Tierärztin
gleich beruhigen. Ich habe mein Iguana-Männchen daraufhin in stationärer
Behandlung in Gießen gelassen (ca. 1 Woche) da er täglich Infusionen,
Klistiere, Antibiotikaspritzen (Baytril - Wirkstoff = Enrofloxacin) und orale
Gaben von Paraffinöl über sich ergehen lassen musste. Die ganze Therapie wurde
mittels Röntgenaufnahmen überwacht. Nach ca. 1 Woche hatte mein Iguana
ziemlich viel abgekotet und er war wieder einigermaßen soweit, dass ich ihn in
der Tierklinik Gießen abholen konnte. Leider hatte er kaum etwas gefressen und
die Tierärzte in Gießen wiesen mich auf seine "enorme Aggressivität"
hin. Als ich allerdings aufgrund meiner Anfrage hörte in welch einem
"Hasenkasten" (das große Quarantäneterrarium war bereits mit einem
Python belegt) man das arme 1,30 m lange Tier während der einen Woche
untergebracht hatte (Terrarium von ca. 120 cm Länge x ca. 60 cm Breite - Höhe
unbekannt) wunderte mich nichts mehr (... zuhause ist er nämlich absolut zahm
und gutmütig). Aber naja ..... es war ja gut ausgegangen (... nur eine Kralle
hatte er bei der Handhabung in der Klinik leider eingebüßt - musste sogar genäht
werden).
Ich habe während dieser ganzen Zeit übrigens
krampfhaft überlegt um was es sich bei diesem "Pfropfen", dem
eigentlichen Verursacher dieser Verstopfung, gehandelt hat. Irgendwann habe ich
mir einmal die Zierkorkröhren meines Terrarienkellers betrachtet und dann ist
es mir "wie Schuppen aus den Haaren gefallen": Mein Männchen hatte
ein größeres Stück Zierkorkrinde verschluckt. Diese Rinde weicht im Darmtrakt
auf und wird dann "schwammig" (sieht dann in etwa aus wie ein Pilz).
Nachdem mein Iguana-Männchen die Verstopfung bemerkte, hat er anscheinend
versucht "das lästige Ding im Darmtrakt" durch Fressen von Sand
(Kinderspielsand) wieder loszuwerden .... und somit nahm das Verhängnis seinen
Lauf. Gott sei Dank aber mit "Happy End".
Krallenpflege / Krallen schneiden:
Ich pflege meine Grünen Leguane jetzt schon seit über zehn Jahren und habe ihnen während dieser Zeit nur 1 mal die Krallen geschnitten. Das geschah damals aber eher deswegen, weil ich einmal ausprobieren wollte ob das mit meinen Echsen ohne Probleme funktioniert. Nun funktioniert hat es einwandfrei - geblutet hat auch nichts - ich denke allerdings, wenn man in seinem Iguana-Terrarium ausreichend Möglichkeiten geschaffen hat damit die Leguane sich die Krallen "auf natürlichem Weg" abnutzen können (d.h. Kräftige Kletteräste mit Rinde, Sandsteine am Boden etc.) dann ist eine Krallenpflege bei Iguana nicht unbedingt notwendig. "Streichel- und Schmusetiere" sind Grüne Leguane meiner Ansicht nach sowieso nicht. Wer jetzt dennoch nicht darauf verzichten will und Krallenpflege als ein absolutes "MUSS" ansieht, der sollte sich von seinem reptilienkundigen Tierarzt hierzu näher beraten lassen. Weitere Details findet man sicher auch noch, wenn man das Internet mittels diversen Suchmaschinen intensiv durchforstet. Mehr möchte ich zum Thema "Krallenpflege/Krallen schneiden" jetzt auch gar nicht schreiben.
Habe ich jetzt des öfteren im Text erwähnt. Gute Tierärzte zu finden ist gar nicht so einfach - ein guter Link ist die aktuelle Tierärzteliste der DGHT-Website: "Tierärzte" (Quelle: DGHT).
Ich möchte meine negativen Erfahrungen mit etlichen Tierärzten, die "dachten" sie kennen sich mit Reptilien aus, jetzt nicht hier aufführen um Sie nicht noch unnötig zu verunsichern. Egal welche ernsthafte Erkrankung das Tier auch haben mag, bei manchen Tierärzten lautet die (falsche) Diagnose nach einer kurzen und flüchtigen Untersuchung ganz schlicht und einfach auf "Vitaminmangel". Das Tier bekommt für teures Geld eine Vitaminspritze und das war's dann auch schon. Oder es werden einfach, ohne die Durchführung eines vorherigen Resistenztests, irgendwelche Antibiotika verabreicht...... und das dann auch noch in falschen Dosierungen oder über einen zu kurzen Zeitraum...... aber naja, so ist das eben mit manchen Tierärzten.
Meine Bitte an alle Tierärzte die sich nicht mit Reptilien auskennen ist daher schlicht und einfach: Sagt es doch gleich am Telefon oder vor der Behandlung das ihr euch mit Reptilien nicht oder kaum auskennt. Das ist doch keine Schande - man kann sich ja nicht mit allem auskennen. Aber "spielt" einem doch bitte nichts vor und macht keinen auf "kompetenten Reptilienspezialisten" wenn ihr in Wirklichkeit von Reptilien keine Ahnung habt. Allein mit dieser Ehrlichkeit wäre schon vielen kranken Reptilien geholfen denn der besorgte Pfleger würde keine wertvolle Zeit verlieren und könnte sich an einen Tierarzt wenden der sich mit Reptilien wirklich auskennt.
Mein reptilienkundiger Tierarzt ist: Dr. med. vet. Tilman Michelberger, Kindsbacher Straße 9, 66877 Ramstein-Miesenbach, Tel. 06371-70040, Internet: www.tierarzt-michelberger.de.
Eine weitere Adresse aus
unserer Region die ich mit gutem Gewissen empfehlen kann: Tierarztpraxis Bert
Geyer, Gaugasse 7, 65203 Wiesbaden, Tel.: 0611 - 1472655.
Zum Schluss mal ganz nebenbei: Ich sauge mir meine Empfehlungen nicht aus den Fingern sondern spreche in den meisten Fällen aus eigener über 23jähriger Erfahrung mit Reptilien - und falls nicht, zitiere ich andere langjährige Iguanahalter die mir ihre entsprechenden Erfahrungen freundlicherweise mündlich oder per E-Mail zur Veröffentlichung hier auf dieser Page zur Verfügung gestellt haben um somit so manchem Anfänger u. Fortgeschrittenen (und auch so manchem "Profi") bei dem einen oder anderen Problem weiterhelfen zu können. Natürlich ist das OK wenn Sie bei manchen Empfehlungen eine andere Meinung vertreten. Das wichtigste hierbei ist, dass die Behandlung die sie für richtig halten zu einer schnellstmöglichen Genesung Ihrer Tiere führt. Tut sie das nicht, sollten sie Ihre Meinung nochmals überdenken......- jeder kann einmal falsch liegen (.... ich musste auf dem Gebiet der Terraristik auch schon viel "Lehrgeld" zahlen .....).
DANKSAGUNG:
Bei allen die mir immer fleißig schreiben bzw. mit mir telefonieren und mir
ihre wichtigen Erfahrungen in den unterschiedlichsten Gebieten zur Haltung u.
Zucht von Iguana iguana mitteilen, möchte ich mich an dieser Stelle herzlich
bedanken. Macht weiter so........!
Ich würde sagen das reicht mal für's erste ...... bei Fragen schreibt mir bitte eine E-Mail ...... aber nicht ärgern wenn ich in den meisten Fällen dazu rate umgehend einen reptilienkundigen Tierarzt zu kontaktieren. Oft ist das nämlich dann auch das Vernünftigste.
Von „vagen Ferndiagnosen“ per E-Mail oder Telefon halte ich absolut nichts und ich werde mich auch ganz bestimmt nicht darauf einlassen!!